Gedanken zur Menge.

Als ich vorhin diesen Blogbeitrag von Peter Sturn gelesen habe, musste ich lächeln, denn dieses Thema ist auch bei mir ein immer wieder gern diskutiertes.

Gerade bei TfP-Shootings gibt es gelegentlich Fotografen, die ihren Modellen die gesamte (Un-)Menge der gemachten Bilder als unbearbeitete Dateien zur Verfügung stellt. Der Fotograf schießt sich hierbei meiner Meinung nach reichlich unbedacht selbst ins Knie, denn er gibt dem Modell damit das reichlich deprimierende Feedback, dass die Bilder scheinbar ohne großen Wert für ihn sind. Fühle ich mich als Modell daraufhin wirklich geschmeichelt? Mich würde das wundern ... ;)

Nach einem Shooting haben bei mir seit jeher nur sehr wenige Bilder eine finale Existenzberechtigung. Eine genaue Anzahl kann ich hierzu nicht benennen, das kann je nach Dauer und Aufwand des Shootings sehr unterschiedlich sein. In seltenen Fällen sind es vielleicht mal nur drei Bilder, in anderen seltenen Fällen vielleicht auch mal fünfzehn. Meist jedoch irgendwas dazwischen. Ein Destillat aus einer mehrtägigen Sichtung, in dessen Weiterführung jedes dieser Fotos eine sehr individuelle und nicht selten auch zeitaufwendige Nachbearbeitung erfährt. Final halten Fotograf und Modell dann edle Drucke in ihren Händen (und nicht nur Dateien), die irgendwie etwas Besonderes sind. Soweit MEIN Anspruch. ;)