Nachbarschaft XIII.

Portrait_20200107.jpg © Ulli Gabsch, "o. T.", 2019

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Papierbilder.

Über eine Billion Bilder werden pro Jahr alleine mit Handys gemacht. Die meisten davon werden das jeweilige Telefon jedoch wohl nie verlassen, im Glücksfall landen manch Auserwählte vielleicht noch in der Cloud. Jemals ausgedruckt werden von all denen mutmaßlich fast keine werden. Das ist nicht nur schade, das ist auch bedenklich. Weil: wir werden auf diese Art eine bilderlose Generation werden. Oder glaubt wirklich noch jemand von euch daran, dass in 50 Jahren all diese Bilddateien noch irgendwo verfügbar sein werden? Und selbst wenn - es ist für mich schwer vorstellbar, dass sich unsere Nachfahren durch zehntausende unstrukturierte Bilddateien wühlen werden. Selbst, wenn KI dann sicher schon sehr hilfreich dabei wird unterstützen können.

Sichtet eure Bilderordner, mistet aus ... und macht was daraus! Macht Fotobücher oder Jahresmappen von euren fotografischen Highlights. Verschenkt sie - schick eingerahmt - an Freunde ... oder hängt sie euch selbst an die Wand. Das macht nicht nur Wände dekorativ, sondern wird über die Zeit garantiert auch immer wieder so manch reges Gespräch auslösen.

Wenn Du mir nun vielleicht gestehen willst, dass Du eigene Bilder an den eigenen Wänden irgendwie blöd findest - fühle Dich von mir schwer verstanden! :D Mir geht das nämlich nicht anders. Ich finde Bilder von anderen an meinen Wänden immer viel spannender. Daher sind an meinen Wänden auch nur Bilder zu finden, die ich mal irgendwann von Freunden geschenkt bekam, oder die ich mir irgendwann einmal selbst gekauft habe. Erst kürzlich habe ich bei einer Auktion ein Bild von Jürgen Matschie erworben - weil es seine wirkliche Wirkung überhaupt erst auf Papier entwickeln kann.

Bild im Auktionskatalog

Jürgen Matschie -- Im Tagebau Spreetal, 11.01.1997 -- analoge Fotografie, Pigmentdruck, 37 x 29 cm

Leider kann ich das hier nicht ansatzweise nachvollziehbar veranschaulichen. Aber wer mit dem Begriff Zonensystem etwas anfangen kann, wird ahnen, was ich meine ...

Nutzt die freien Tage zum Jahresende und macht mal einige Bilder, die man auch ohne Bildschirm anschauen kann! ;)

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Micro FourThirds.

Der Kamerabranche geht es im Moment nicht gut. Die Ursachen dafür sind hinlänglich bekannt. Wie die jeweiligen Kamerahersteller aus dieser Krise herauskommen werden, ist ungewiss. In dem Zusammenhang gab es die letzten Wochen auch reichlich Gerüchte (und Dementis), dass Olympus im kommenden Jahr die Fotosparte aufgeben will. Egal was man hiervon glaubt - rational betrachtet gibt es sehr gute Gründe, die gegen all diese Gerüchte sprechen. Aber darum soll es hier und heute gar nicht gehen.

Vielmehr soll es um Micro FourThirds (mFT) gehen, dem Haus-und-Hof-Sensorformat von Olympus. Seit je her von unzähligen Pseudo-Experten gebasht - und von unzähligen Fotografen hoch geschätzt. Letzteres auch durch mich. Seit Anbeginn nutze ich FT/mFT und war/bin der Überzeugung, dass dies genau das richtige System für mich ist. Das bedeutet nicht, dass dieses System perfekt ist - für mich passen einfach die Vor- und Nachteile gut zusammen. Auch wenn mancherorts etwas anderes behauptet wird, aber das perfekte System FÜR ALLE gibt es nicht. Daher gibt es hierbei folglich auch kein grundsätzlich besseres oder schlechteres System. Aber es gibt wie immer und überall reichlich Meinungen, Vorurteile, Irrtümer, ...

Markus Wäger, seines Zeichens Fotograf und Buchautor, hat dieser Tage hierüber mal einiges Lesenswertes in seinem Blog geschrieben. Da mir das aus der Seele spricht, möchte ich die beiden Posts hier einfach mal teilen: 'Die Wahrheit darüber, was in der Fotografie wichtig ist' und 'Ich bin der Leierkastenmann'.

In diesem Sinn, ... ;)

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Nachbarschaft XII.

Portrait_20190824.jpg © Ulli Gabsch, "o. T.", 2019

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Nachbarschaft XI.

Nude_20190818.jpg © Ulli Gabsch, "o. T.", 2019

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Kunstkeller - von der Galerie zum Museum.

Der Kunstkeller am Rande der Dresdner Neustadt ist schon seit über zwei Jahrzehnten ein kleiner Ausstellungsort für anspruchsvolle Positionen sinnlicher Kunst.

Nach 99 Galerie-Ausstellungen erfolgte dieser Tage die Umwidmung von der Galerie zum Museum. Wie bisher als Galerie, widmet sich auch das privat geführte Museum der künstlerischen Aktfotografie. Statt personenbezogener Einzelausstellungen werden nun jedoch dauerhaft Arbeiten mehrerer Künstler präsentiert, die verschiedene Positionen zeitgenössischer Aktfotografie widerspiegeln. Es dürfte nach Mutmaßung des Betreibers das einzige Museum in Deutschland sein, das sich speziell diesem Thema widmet. Zum Auftakt sind zehn Künstler aus Deutschland und den Niederlanden vertreten. In einem kontinuierlichen Wechsel sollen künftig Fotokünstler und/oder einzelne Arbeiten ausgetauscht werden.

Auf der Webseite sind im Moment die Eintrittspreise leider noch nicht ersichtlich. Nach meiner Recherche belaufen sich diese auf 6 Euro, ermäßigt 5 Euro, Gruppen ab 6 Pers. je 3 Euro.

Ich kann einen Besuch dieses kleinen Refugiums empfehlen.

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Andreas Jorns: Analog ist schön. Digital aber auch.

Auf seinem Blog hat Andreas Jorns aktuell einen sehr guten Artikel über eine leidige Pseudo-Religion veröffentlicht, die schon seit über 15 Jahren am Leben ist und scheinbar immer noch nicht aussterben will. Ich kann Andreas hier vollständig beipflichten, wenngleich ich fürchte, dass man die betreffende Klientel nicht so ohne Weiteres zur reflektierteren Ansichten bewegen kann. Das ist halt bei Religionen so. Darüber könnten Psycho- und Soziologen gewiss endlos referieren ...

Übrigens ein Thema, bei dem ich (durch einen konstruktiv hinterfragenden Blogpost) schon vor über 10 Jahren meinen ersten heftigen Shitstorm geerntet hatte. :-D

Manches braucht halt so seine Zeit ...

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Umbra.

Portrait_20190503.jpg © Ulli Gabsch, "o. T.", 2019

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