Kunstkeller - von der Galerie zum Museum.

Der Kunstkeller am Rande der Dresdner Neustadt ist schon seit über zwei Jahrzehnten ein kleiner Ausstellungsort für anspruchsvolle Positionen sinnlicher Kunst.

Nach 99 Galerie-Ausstellungen erfolgte dieser Tage die Umwidmung von der Galerie zum Museum. Wie bisher als Galerie, widmet sich auch das privat geführte Museum der künstlerischen Aktfotografie. Statt personenbezogener Einzelausstellungen werden nun jedoch dauerhaft Arbeiten mehrerer Künstler präsentiert, die verschiedene Positionen zeitgenössischer Aktfotografie widerspiegeln. Es dürfte nach Mutmaßung des Betreibers das einzige Museum in Deutschland sein, das sich speziell diesem Thema widmet. Zum Auftakt sind zehn Künstler aus Deutschland und den Niederlanden vertreten. In einem kontinuierlichen Wechsel sollen künftig Fotokünstler und/oder einzelne Arbeiten ausgetauscht werden.

Auf der Webseite sind im Moment die Eintrittspreise leider noch nicht ersichtlich. Nach meiner Recherche belaufen sich diese auf 6 Euro, ermäßigt 5 Euro, Gruppen ab 6 Pers. je 3 Euro.

Ich kann einen Besuch dieses kleinen Refugiums empfehlen.

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Andreas Jorns: Analog ist schön. Digital aber auch.

Auf seinem Blog hat Andreas Jorns aktuell einen sehr guten Artikel über eine leidige Pseudo-Religion veröffentlicht, die schon seit über 15 Jahren am Leben ist und scheinbar immer noch nicht aussterben will. Ich kann Andreas hier vollständig beipflichten, wenngleich ich fürchte, dass man die betreffende Klientel nicht so ohne Weiteres zur reflektierteren Ansichten bewegen kann. Das ist halt bei Religionen so. Darüber könnten Psycho- und Soziologen gewiss endlos referieren ...

Übrigens ein Thema, bei dem ich (durch einen konstruktiv hinterfragenden Blogpost) schon vor über 10 Jahren meinen ersten heftigen Shitstorm geerntet hatte. :-D

Manches braucht halt so seine Zeit ...

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Umbra.

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© Ulli Gabsch, "o. T.", 2019

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Korg KR mini - ein neues Update der Anleitung.

Die Anleitung zum kleinen Drumcomputer KORG KR mini hat eine weitere Überarbeitung erfahren.

Durch das Arbeiten mit dieser Anleitung sind wieder einige sinnvolle Korrekturen und Ergänzungen eingeflossen und die letzte Seite beinhaltet nunmehr eine herausgelöste und somit separate Schnellanleitung für die etwas komplexeren Funktionen.

Hier der Downloadlink zur PDF-Datei.

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Fremdschämen.

Vernissagen sind oft ein eigener Mikrokosmos. Allein darüber könnte man sehr viel schreiben, ich möchte mich hier und heute aber nur auf das Thema Laudatio beschränken.

Gestern wurde in Dresden eine sehr sehenswerte Ausstellung mit 4+1 Positionen zur Aktfotografie eröffnet. Wer kann, sollte sich diese unbedingt anschauen - es ist meiner Meinung nach eine sehr spannende Ausstellung!

http://parablau.com/

Weniger toll war gestern, sich im Zuge der Eröffnung fünf Laudationen anhören zu müssen. Ja, eine Laudatio ist Standard bei einer Ausstellungseröffnung. Ja, eine Laudatio kann gute und nützliche Informationen zur Verständlichkeit der präsentierten Werke erbringen. Letzteres war gestern leider die Ausnahme. Stattdessen wurden mal wieder reihenweise peinliche Klischees offeriert. Da wurde darauf verwiesen, dass der Künstler seine Bilder mit dem teuersten Equipment macht. Da wurde die schöpferische Nähe zu den ganz großen Namen der Fotokunst proklamiert und vom Œuvre statt vom Gesamtwerk gesprochen. Sorry, besser kann man kein Augenrollen bei den Anwesenden erzeugen. Bedeutsamkeit erzeugt man anders. Die Fail-Laudatio des Abends waren jedoch die missionarischen Ergüsse in Bezug auf die analoge Fotografie und der damit einhergehen indirekten Entwertung der ebenfalls in der Ausstellung vorhandenen rein digital erstellten Werke. Um im Anschluss einzuräumen, dass die Prints für die analogen Aufnahmen dann doch digital erstellt wurden. ;)

Eine Laudatio zu halten ist nicht einfach. Für die wenigsten ist das Routine, somit sind dabei auch kleine und große Unsicherheiten im Spiel. Und eine gewisse Überhöhungen von Werken und Schöpfern sind im Kunstbetrieb (leider) Normalität. Man sollte es damit jedoch nicht übertreiben, sonst ist man verdammt schnell auf dem Niveau eines Kleinstadt-Amateurfotoclubs, der einmal im Jahr seine große Ausstellung im Kreissparkassen-Foyer ausrichten darf. Dafür reichen weniger Worte, als man denkt. Liebe Laudatoren, haltet Maß und meidet Vergleiche. Seht euren Auftrag darin, den Zugang zu den gezeigten Werken zu fördern. Damit dient ihr Künstlern wie Rezipienten am meisten, dafür seid ihr nützlich und wichtig.

Zu der leidigen Thematik analoge vs. digitale Fotografie nur soviel: Im Jahr 2019 sollte man auch als Traditionalist realisiert und akzeptiert haben, dass beide Bildaufzeichnungs- und Verarbeitungstechnologien gleichwertig sind. Oder hat irgendwer schon einmal davon gehört, dass in Kunstkreisen darüber diskutiert wurde, ob eine Tuschezeichnung einer Pastellkreidezeichnung überlegen ist? Dass beide zu anderen Bildergebnissen führen, ist zutiefst logisch und bedarf keiner verklärten Erwähnung - der Künstler hat sich dafür entschieden, weil es für das Werk der/das vermeintlich beste Werkstoff/Werkzeug war. Ach ja: meine Nudeln koche ich auf einer Induktionsplatte und nicht über dem offenen Feuer - nur für den Fall, dass es jemanden interessiert. ;)

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Nachbarschaft X.

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© Ulli Gabsch, "o. T.", 2019

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An einem Samstag im November.

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© Ulli Gabsch, "o. T.", 2018

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Mit Bedacht auf's DU gekommen.

Als ich vor vielen Jahren damit anfing, Menschen zu fotografieren, war mir bei all jenen, die ich nicht näher kannte, die Sie-Form in der Kommunikation sehr wichtig. Nicht, weil ich betont steif wirken wollte, sondern, weil dies Seriosität transportieren sollte.

Davon bin ich schon lange weg. Wer sich hier auf diesen Seiten als potentielles Modell umschaut, wir von mir mit DU angesprochen. Und das nicht, weil ich nicht mehr seriös wirken will, sondern aus einem gänzlich anderen Grund, der mir jedoch genau so wichtig ist. Es ist die Augenhöhe mit meinen Modellen. Da Shootings bei mir (bis auf wenige Ausnahmen) auf TfP-Basis stattfinden, ist dieser Aspekt für mich von besonderer Wichtigkeit. Denn Fotograf und Modell kollaborieren bei diesem Konzept. Einem Konzept, bei dem keine Gelder fließen und beide Seiten von den Bildergebnissen partizipieren werden. Somit sollten beide Seiten im Eigeninteresse auch daran interessiert sein, in einer maximal entspannten und vertrauensvollen Form zusammenzuarbeiten. Und genau hier hat sich das DU schon ganz oft bewährt - und sich dadurch selbst bestätigt.

Ein DU von meiner Seite wird niemals taktlos sein - Ehrenwort! Hier schließt sich somit wieder der Kreis in Bezug auf die Seriosität ...

Und weil's so schön zum Thema passt: Bei dem allseits bekannten großen schwedischen Möbelhaus wird die Du-Form mit dem Kunden ja schon lange gepflegt. Vor einiger Zeit war ich mit meiner Tochter, die ihre erste eigene Wohnung einzurichten hatte, in einer jener Filialen. Für mich war dort der interessanteste Moment, als meine Tochter (20 Jahre alt) das Gespräch mit einem hippen Kundenberater (ca. 50 Jahre alt) suchte und fand. Natürlich beidseitig duzend. Und trotz des deutlichen Altersunterschiedes fühlte sich das für mich als Beobachter sehr angenehm an. Weil allein dadurch eine Augenhöhe entstand, die auf keinem anderen Weg so effektiv und schnell möglich gewesen wäre. Und auch hier haben beide Seiten davon partizipiert.

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