Unschöne Entwicklungen.

Bin gestern in dem Blog von Thomas Berlin auf einen interessanten Beitrag gestoßen. Ein Interview mit dem Fotografen Andreas Reh. Nicht nur dessen Bilder sind sehenswert. Auch seine offene und reflektierte Art hat mich angesprochen. Insbesondere dieses Statement:

"Die gesellschaftliche Entwicklung ist für meine Arbeit schlicht eine Katastrophe, die Suche nach Modellen, gerade, wenn man wie ich nach echten Menschen sucht, ist extrem schwierig geworden. Bilder können oft nur zensiert oder gar nicht gezeigt werden, Galerien und Verlage haben kaum Interesse an einer Zusammenarbeit, als Ambassador ist man uninteressant und sehr viele Menschen erreiche ich erst gar nicht, weil man mit dem Fotografen, der nur Akt macht, nichts zu tun haben möchte. Das ist zynisch, heuchlerisch und dumm, wenn ich als Fotograf ein Model im Dessous auf dem Bett räkelnd in Szene setze ist das akzeptierter in der Gesellschaft, aber in meinen Augen deutlich sexualisierter. Selbst die Mehrzahl der Fashionportraits ist sexualisierter, als meine Akte. Aber unterstützt von religiösen und kulturellen Strömungen hat die gesellschaftliche Prohibition den Akt als Übel auserkoren. Damit wird eine Jahrtausende alte Kunstform auf den Scheiterhaufen geworfen und das mit einer in den letzten 15 Jahren beängstigend zunehmenden Geschwindigkeit. Wir sind gerade dabei dafür zu sorgen, dass sich eine ganze Generation junger Menschen seiner Körper schämt… so etwas regt mich richtig auf."

Diese Zustandsbeschreibung deckt sich zu 100% mit meinen Beobachtungen und Erfahrungen. Leider.

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Mel III.

portrait_20220602.png © Ulli Gabsch, "o. T.", 2022

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Veränderungen kommen II.

Wie es sich vor einem knappen Jahr bereits andeutete, neigen sich die Tage des Studios in der Strehlener Straße ganz langsam dem Ende entgegen. So wie damals bereits erwartet, lief es auf eine Kündigung seitens des Vermieters hinaus, da ich nicht bereit war, ab Jahresbeginn das Vierfache an Miete zu bezahlen. Somit endet das Mietverhältnis nun im November dieses Jahres. Darüber muss man aber nicht klagen, schließlich habe ich dort ganze 10 Jahre zu erheblich unterdurchschnittlichen Mietkonditionen residieren dürfen. :)

Und da bekanntlich alles in Fluss ist, tun sich auch neue, spannende Perspektiven auf! Im August werde ich in eine größere Wohnung umziehen und hierdurch werden sich neue, wenn auch etwas andere Möglichkeiten ergeben. Ich freue mich darauf! :D

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Mel II.

Me_08.png © Ulli Gabsch, "o. T.", 2022

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Mel I.

Mel_07.png © Ulli Gabsch, "o. T.", 2022

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Nebenbeimomente.

5081_007_bearb.png © Ulli Gabsch, "o. T.", 2022

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Blackout - mal drüber nachdenken.

Mitunter schreibe ich hier über Dinge, die nix mit Fotografie zu tun haben. So auch heute mal wieder.

In Folge geht es weder um die Apokalypse, noch um das Preppen. Es geht lediglich um eine persönliche rationale Risikoeinschätzung und eine ebenso rationale persönlichen Vorsorge im Kontext eines möglichen großflächigen Stromausfalls, sprich: eines Blackouts. Denn auch dieses Risiko ist gleichfalls rational vorhanden - und nimmt zudem stetig zu, sodass zahllose Fachleute mittlerweile ein solches Ereignis als etwas betrachten, welches uns unausweichlich in den nächsten Jahren ereilen wird. Ob in diesem Fall ein überlastetes Stromnetz, Extremwetterereignisse oder eine von Hackern ausgeführte Sabotage dafür ursächlich sein wird, wird dann eigentlich reichlich egal sein. Bei einem derartigen, große Teile Europas betreffenden Stromausfall werden in Deutschland vermutlich 3, 4, 5 ... oder noch mehr Tage vergehen, bis die Stromversorgung wieder in der Fläche verfügbar sein wird. Damit wird dann aber auch lediglich ein Teilproblem behoben sein, denn das damit einhergehende, weit größere Versorgungsproblem wird noch deutlich langanhaltender die eigentliche Herausforderung für jeden einzelnen sein. Dieses Problem steht als Elefant im Raum - und wird von großen Teilen der Bevölkerung jedoch schlicht ignoriert. Ich schreibe hier bewusst 'Bevölkerung', denn weder Behörden, noch andere staatliche Einrichtungen und Institutionen werden in einem derartigen Fall wirksam Hilfe leisten können. Selbsthilfe wird hier elementar sein!

Bist Du darauf vorbereitet? Falls nicht, dann denke mal darüber nach.

Das BBK gibt in Hinblick auf Notfallvorsorge bereits gute Denk- und Handlungsansätze. Passe diese Vorschläge an Deine persönlichen Rahmenbedingen an. Weitere Informationen und Ratschläge hierzu findest Du überaus zahlreich im WWW.

Worauf in meinen Augen bei ziemlich allen Notfallvorsorgetipps viel zu wenig eingegangen wird, ist das Informations-Blackout, welches ebenfalls eintreten wird. Telefon und Internet werden sehr schnell tot sein. Ein mit Kurbel-Dynamo betriebenes Radio klingt sinnvoll, aber wenn mangels Strom kein Sender mehr sendet, wird auch hier völlige Informationsstille herrschen. Ein Problem, welches für die Psyche ggf. ein Extremzustand sein wird! Auch hier: Denke mal darüber nach, was das für Dich bedeuten würde.

In Bezug auf den gerade erwähnten Zusammenbruch der Informations-Infrastruktur können vermutlich autarke freie Funkanwendungen (CB, PMR446, FreeNet) einen überaus nützlichen lokalen Informationsaustausch realisieren. Ich finde es daher gut, dass hierzu gute Community-Projekte (hier und hier) im Entstehen sind.

Denke vielleicht auch darüber mal nach.

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Reboot.

Ich kann es im Nachhinein selbst kaum glauben, aber durch Corona hatte ich die letzten zwei Jahre kein Shooting in meinem Atelier. Und das nur zum Teil aus Vorsicht, sondern auch, weil sich Terminabsprachen regelmäßig als unsicher erwiesen und dadurch dann irgendwann auch die Motivation schleichend in den Keller ging. Aber: das ist mittlerweile Geschichte! :) Letzten Samstag war nach langer Zeit endlich ein sehr entspanntes Bildermachen mit der phänomenalen M. angesagt! Es fühlte sich dabei schön an, wieder in diesen Flow hineinzukommen! Und mittlerweile sind die ersten Filme bereits am Trocknen ...

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