Ausstellungen.

Keine Ahnung, ob das nur eine Beobachtung oder ein Gefühl ist, welches für Dresden zutrifft, aber seit etwa zwei Jahren habe ich zumindest hier in dieser Stadt den Eindruck, dass es kaum noch wirklich spannende Ausstellungen zu sehen gibt. Große Namen scheinen gänzlich in der Versenkung verschwunden, aber auch an Jungem und Unbekannten war fast nix vertreten, was einen Nachhall hinterlassen hätte. Hierbei beziehe ich mich nicht nur auf die Fotografie, sondern in gleicher Weise auch auf Malerei und Grafik.

Die Gründe dafür können gewiss vielfältig sein. Vielleicht liegt meinerseits nur eine falsche Wahrnehmung zugrunde. Vielleicht ist es das Resultat von zahlreichen verschwundenen kommerzielle Galerien und nonkommerziellen Offspaces im Stadtgebiet. Vielleicht ist es auch ein deutlich geschrumpftes Budget im Stadt-/Landeshaushalt, welches Museen und Kunsträumen spürbar Möglichkeiten entzieht. Sehr wahrscheinlich ist es von allem etwas. Egal - es ist frustrierend.

Paradox in diesem Kontext: ich selbst spüre momentan auch kein treibendes Gefühl in mir, mal wieder eine Ausstellung machen zu wollen. Das Bildermachen genügt mir im Moment völlig, die Interaktion mit der Öffentlichkeit brauche ich momentan irgendwie gar nicht. Ist dies meine ureigene Lethargie, oder spüre ich diese vielleicht sogar unbewusst in der gesamten Gesellschaft? Ich weiß es nicht.