Blackout - mal drüber nachdenken.

Mitunter schreibe ich hier über Dinge, die nix mit Fotografie zu tun haben. So auch heute mal wieder.

In Folge geht es weder um die Apokalypse, noch um das Preppen. Es geht lediglich um eine persönliche rationale Risikoeinschätzung und eine ebenso rationale persönlichen Vorsorge im Kontext eines möglichen großflächigen Stromausfalls, sprich: eines Blackouts. Denn auch dieses Risiko ist gleichfalls rational vorhanden - und nimmt zudem stetig zu, sodass zahllose Fachleute mittlerweile ein solches Ereignis als etwas betrachten, welches uns unausweichlich in den nächsten Jahren ereilen wird. Ob in diesem Fall ein überlastetes Stromnetz, Extremwetterereignisse oder eine von Hackern ausgeführte Sabotage dafür ursächlich sein wird, wird dann eigentlich reichlich egal sein. Bei einem derartigen, große Teile Europas betreffenden Stromausfall werden in Deutschland vermutlich 3, 4, 5 ... oder noch mehr Tage vergehen, bis die Stromversorgung wieder in der Fläche verfügbar sein wird. Damit wird dann aber auch lediglich ein Teilproblem behoben sein, denn das damit einhergehende, weit größere Versorgungsproblem wird noch deutlich langanhaltender die eigentliche Herausforderung für jeden einzelnen sein. Dieses Problem steht als Elefant im Raum - und wird von großen Teilen der Bevölkerung jedoch schlicht ignoriert. Ich schreibe hier bewusst 'Bevölkerung', denn weder Behörden, noch andere staatliche Einrichtungen und Institutionen werden in einem derartigen Fall wirksam Hilfe leisten können. Selbsthilfe wird hier elementar sein!

Bist Du darauf vorbereitet? Falls nicht, dann denke mal darüber nach.

Das BBK gibt in Hinblick auf Notfallvorsorge bereits gute Denk- und Handlungsansätze. Passe diese Vorschläge an Deine persönlichen Rahmenbedingen an. Weitere Informationen und Ratschläge hierzu findest Du überaus zahlreich im WWW.

Worauf in meinen Augen bei ziemlich allen Notfallvorsorgetipps viel zu wenig eingegangen wird, ist das Informations-Blackout, welches ebenfalls eintreten wird. Telefon und Internet werden sehr schnell tot sein. Ein mit Kurbel-Dynamo betriebenes Radio klingt sinnvoll, aber wenn mangels Strom kein Sender mehr sendet, wird auch hier völlige Informationsstille herrschen. Ein Problem, welches für die Psyche ggf. ein Extremzustand sein wird! Auch hier: Denke mal darüber nach, was das für Dich bedeuten würde.

In Bezug auf den gerade erwähnten Zusammenbruch der Informations-Infrastruktur können vermutlich autarke freie Funkanwendungen (CB, PMR446, FreeNet) einen überaus nützlichen lokalen Informationsaustausch realisieren. Ich finde es daher gut, dass hierzu gute Community-Projekte (hier und hier) im Entstehen sind.

Denke vielleicht auch darüber mal nach.